Solides Wachstum in Europa und ein starker deutscher Markt

Die VDMA Fachabteilung Industrielle Bildverarbeitung führt seit 1995 eine jährliche Marktbefragung zur Entwicklung der Branche in Deutschland und Europa durch. Die Ergebnisse über das Berichtsjahr 2015 liegen nun vor. Insgesamt beteiligten sich über 180 Unternehmen an der Befragung. Wichtige Ergebnisse und Trends  sind wie folgt:

Die europäische Bildverarbeitungsindustrie bleibt auf Erfolgsspur
Im Jahr 2015 wuchs der Umsatz der beteiligten europäischen Unternehmen um 9,5 %. Für 2016 lautet die Wachstumsprognose: bis zu 8 Prozent. Schaut man sich die Auftragseingangs- und Umsatzentwicklung der deutschen und europäischen IBV Monatsindizes (bis einschließlich Berichtsmonat Juni 2016) an, so kann die Branche dieses ehrgeizige Ziel erreichen – trotz politischen Turbulenzen und wirtschaftlichen Unsicherheiten.

Wachstumsmotor Deutschland
Für die europäische Bildverarbeitungsindustrie war Deutschland der wichtigste Absatzmarkt: 33 Prozent des Umsatzes wurde in Deutschland erzielt, 12 % mehr im Vergleich zum Vorjahr. Nordamerika war mit 14 % der zweitwichtigste Exportmarkt (+ 11 %), gefolgt von China mit 8 Prozent Anteil am Umsatz (+ 16 % im Vergleich zu 2014).
Der Umsatz der industriellen Bildverarbeitung in Deutschland erreichte 2015 erneut einen neuen Rekordwert von 2 Milliarden Euro. Zwischen 2011 und 2015 ist der Umsatz somit durchschnittlich um 8 % pro Jahr gewachsen. Innerhalb von 10 Jahren hat sich das Umsatzvolumen der industriellen Bildverarbeitung Deutschlands verdoppelt. Die beiden wichtigsten Exportländer beziehungsweise Regionen waren auch 2015 wieder Nordamerika (USA, Kanada, Mexiko) und China. 21 % des Umsatzes wurde in diesen beiden Regionen erzielt. Zum Vergleich: Die europäischen Länder haben einen Anteil am Umsatz von 23 %.

Automobilindustrie bleibt größter Abnehmer
Die Automobilindustrie ist mit Abstand der größte Kunde für die europäische Bildverarbeitung. 2015 betrug ihr Anteil am Gesamtumsatz 22 % und der Umsatz erhöhte sich um 9 %. Der Umsatz in der General Industry (verarbeitende Industrie ohne Automobil) wuchs um 8 % im Vergleich zum Vorjahr.

Nicht-industrielle Branchen auf dem Vormarsch
Seit Jahren schon erobert sich die Bildverarbeitung viele weitere Anwendungen auch außerhalb der Fabriken.

Verbesserte Qualität, höhere Zuverlässigkeit, mehr Sicherheit und Wirtschaftlichkeit sind Eigenschaften, die in den nicht-industriellen Einsatzfeldern ebenso gefragt sind wie in der industriellen Fertigung. 2015 betrug der Anteil des Umsatzes der europäischen Bildverarbeitungsindustrie in nicht-industriellen Branchen bereits 24 %, der Umsatz wuchs mit 14 % überdurchschnittlich. Wachstumstreiber waren insbesondere die Bereiche Intelligente Verkehrssysteme,  Medizinische Diagnoseapparate und Operationstechnik sowie Sicherheit & Überwachung.

Rekordumsatz von Kameras
Wichtigste Komponente mit einem Anteil von 30 % am Gesamtumsatz der europäischen Bildverarbeitungsindustrie sind die Kameras. Der Umsatz wuchs 2015 um satte 9 %. 
 

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