3D-Scanning vereinfacht und verbessert Zahnimplantatherstellung

  • 3D-Daten der gescannten Mundpartie eines Patienten. Quelle: Fernando Polanco3D-Daten der gescannten Mundpartie eines Patienten. Quelle: Fernando Polanco

Noch nie war der Bedarf an Zahnimplantaten so groß wie heute. Anders als Zahnprothesen und Kronen halten Zahnimplantate in der Regel ein Leben lang. Sie sind fast genauso robust wie natürliche Zähne, bieten keine Angriffsfläche für Karies und sehen täuschend echt aus. Doch um einwandfrei zu funktionieren, müssen Implantate mit größter Sorgfalt und Präzision entworfen und angepasst werden. Andernfalls besteht ein erhebliches Komplikationsrisiko und es können Schiefstellungen der Zähne auftreten. Ein 3D-Scanner vereinfacht den Scan, liefert bessere und schnellere Ergebnisse und erhöht die Akzeptanz bei den Patienten.
Das Center for Implant Dentistry, eine Fachpraxis für Zahnimplantate in den USA, setzt in seinem synergetischen, hochtechnischen Verfahren auf 3D-Scanning, um perfekte Implantate zu erstellen. Zuvor hatte die Praxis 2D-Fotos der Zähne von Patienten mit einem Intraoralscanner kombiniert. Doch die Ergebnisse waren bestenfalls ungenau und erforderten enorm viel Bearbeitungszeit – sowohl vor als auch nach den Laborarbeiten. Daher ersetzte das Team die 2D-Fotografien und Intraoralscanner zunächst durch einen preisgünstigen 3D-Scanner und stellte fest, dass es auf dem richtigen Weg war. Doch statt die bestehenden Schwierigkeiten zu beheben, sorgte die schlechte Qualität der Scans nur für neue Probleme.

Schneller und benutzerfreundlicher Strukturlicht-3D-Scanner

Schließlich stießen Dr. Jain und das Center for Implant Dentistry auf die Lösung: Fernando Polanco, ein Zahntechniker mit großer Erfahrung im Bereich von Hand- und Dentalscannern, empfahl ihnen den Artec 3D-Scanner Space Spider. Polanco hatte herausgefunden, dass dieser benutzerfreundliche und zuverlässige Scanner den Workflow seines komplexen „AllOnX Tx-Verfahrens“ nicht nur beschleunigte, sondern auch vereinfachte. Polanco erwarb seinen Space Spider bei dem 3D-Scanning-Spezialisten Bo Helmrich von Artecs Gold Partner Digitize Designs. „Das Zusammenspiel von Geschwindigkeit, Flexibilität und Präzision macht den Space Spider beim Scannen von Gesicht und Zähnen einfach unschlagbar“, so Bo Helmrich. Das letzte Puzzleteil war gefunden. Bei Space Spider handelt es sich um einen hochpräzisen, tragbaren Strukturlicht-3D-Scanner mit hoher Verarbeitungsgeschwindigkeit und Benutzerfreundlichkeit.

In Artec Studio lässt sich direkt verfolgen, wie sich der Scan aufbaut. „Das Gesicht zu erfassen dauert zehn Sekunden, der Mund weniger als drei. Sämtliche Scans müssen auf den oberen Zahnbogen ausgerichtet sein, da dieser als Anhaltspunkt für die Ausrichtung des Gesichts dient. Für die Nachbearbeitung brauche ich dann noch vier bis fünf Minuten“, so Polanco.

Patient wird in Designprozess einbezogen

Polanco entwickelte ein spezielles Protokoll, mit dem sich das Verfahren rasch und simpel durchführen lässt. Dr. Sambhav Jain erläutert die große Bedeutung des Artec Space Spider für das Verfahren: „Wir führen den Scan hier in unserer Praxis durch, direkt auf dem Behandlungsstuhl. Die Arbeit mit 2D-Fotos gestaltete sich oft schwierig, da Patienten mit abgebrochenen Zähnen oder Zahnlücken ihr Gebiss nur ungern zeigen. Führt man ihnen aber ein mit dem Space Spider erzeugtes 3D-Gesicht vor, verlieren sie ihre Vorbehalte. Sie sind vom Ergebnis oft so beeindruckt, dass sie Vertrauen fassen und Zuversicht in unsere Arbeitsweise gewinnen.“ Im Anschluss an das oben beschriebene Verfahren werden die Scans mit den Bildern eines Intraoralscanners kombiniert und in eine dentale CAD-Software (3Shape oder ExoCAD) integriert. Dies ist der Zeitpunkt, an dem der Patient sieht, wie sein neues Lächeln auf dem Bildschirm zum Leben erwacht. „Das 3D-Modell hilft uns, das neue Gebiss auf das Gesicht des Patienten abzustimmen. Der Patient wird dabei in den Designprozess mit einbezogen. Erst durch den Scan seines Gesichts bekommt der Patient eine Vorstellung davon, wie er mit den neuen Zähnen aussieht“, so Dr. Jain. Der Arzt gestaltet das neue Gebiss gemeinsam mit dem Patienten. Mithilfe einer Auswahl unterschiedlicher Zahnformen und -größen passt er das 3D-Modell des oberen und unteren Zahnbogens an. Der Patient kann genau verfolgen, wie die einzelnen Zähne mit dem Rest des Gesichts harmonieren. Spätestens ab diesem Punkt freuen sich die Patienten auf ihr neues Gebiss.

Akzeptanz der OP durch 3D-Verfahren gestiegen

Laut Dr. Jain ist die Akzeptanz der Operation seit Einführung des 3D-Verfahrens deutlich gestiegen. Sobald der Patient mit dem Ergebnis auf dem Monitor zufrieden ist, wird das 3D-Modell ins Labor geschickt, wo die neuen Implantate erstellt werden. Sind die Implantate fertig, werden sie operativ in den Kiefer eingesetzt. Während der nächsten Tage und Wochen hat der Patient Zeit, sich an die neuen Zähne zu gewöhnen, und kommt nur gelegentlich zu Kontrolle und Feineinstellung in die Praxis. In dieser ersten Zeit beobachten die Ärzte gerade bei der Nachjustierung einen deutlichen Trend: So traten früher bei der herkömmlichen Behandlungsmethode nicht nur häufiger Komplikationen auf, es waren auch wesentlich mehr nachträgliche Anpassungen erforderlich. Dies bedeutete sowohl für den Arzt als auch den Patienten mehr Nachsorgetermine. Doch seit von Anfang an präzise 3D-Scans und -Modelle eingesetzt werden, ist die Zahl der Nachbearbeitungen deutlich gesunken. Und die Patienten lieben ihr neues Lächeln. Die neue Methode erzielt enorme Erfolge und Komplikationen und unerwünschte Begleiterscheinungen konnten damit auf ein absolutes Minimum reduziert werden. Auch die Patienten sind mit der Qualität der Behandlung und dem gesamten Verfahren deutlich zufriedener. Außerdem verfügen die Ärzte dank der gesunkenen Anzahl und Dauer von Nachsorgeterminen nun über mehr Zeit, sich neuen Patienten zu widmen.

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