"Enorme Dynamik im Bildverarbeitungsmarkt"

Florian Niethammer, Teamleiter Industrie und Technologie der Messe Stuttgart, im Gespräch zur VISION 2018

  • Florian Niethammer, Teamleiter Industrie und Technologie der Messe StuttgartFlorian Niethammer, Teamleiter Industrie und Technologie der Messe Stuttgart

Wer die VISION 2018 besucht hat, konnte sich vor Ort ein Bild davon machen, wie sich sowohl Messe, als auch Bildverarbeitungsbranche insgesamt, entwickelt haben. Wir haben Florian Niethammer zu seinen Eindrücken und der weiteren Entwicklung der VISION befragt.

Dass die VISION 2018 ein Erfolg war, steht, was jedenfalls die Zahlen und Ausstellerreaktionen belegen, außer Frage. Was waren Ihre ganz persönlichen Highlights?

Niethammer: Die VISION 2018 war tatsächlich ein voller Erfolg! Wir konnten sowohl bei der Ausstellerzahl als auch bei der belegten Fläche und den Besucherzahlen eine ordentliche Schippe drauf legen. Ganz nach unserem Motto BE VISIONARY haben wir eine Vielzahl an Weltpremieren und Innovationen gesehen. Es ist schwer, sich da auf das eine Highlight zu beschränken. Mich persönlich hat aber besonders unser VISION Award Gewinner 2018 Photoneo und deren hochauflösende 3D Kamera begeistert. Die Freude des jungen, dynamischen Teams aus der Slowakei über die Würdigung war riesig! Auch wir als Messeveranstalter versuchen immer dynamisch zu arbeiten und neue Highlights zu entwickeln: Im Zuge des Ausstellerzuwachses haben wir eine zusätzliche Ausstellungsfläche auf der umlaufenden Galerie des L-Bank Forums (Halle 1) geschaffen, die regen Zuspruch fand. Erstmals präsentierten sich hier rund 50 Firmen. Darüber hinaus haben wir die VISION erstmals mit einem Presserundgang über das Gelände eröffnet. Im Fokus standen dabei die Trendthemen Deep Learning, Hyperspectral Imaging und Embedded Vision.

Wo sehen Sie noch Entwicklungspotenzial für die VISION?

Nahezu zwei Drittel der befragten Besucher sind aktuell der Meinung, dass die Bedeutung der VISION in Zukunft weiter zunehmen wird. Ich denke, die Internationalisierung der VISION bietet auch in Zukunft große Chancen. Der Anteil an Besuchern, die aus dem Ausland zur VISION nach Stuttgart anreisten, liegt mittlerweile bei fast 50% Prozent und bestätigt einmal mehr die VISION als Weltleitmesse. 27% aller Besucher kommen von außerhalb Europas nach Stuttgart, davon ein Großteil aus Asien. Das sind bereits Zahlen, die sich sehen lassen können, aber wir arbeiten natürlich weiter daran, noch mehr internationale Besucher in Stuttgart begrüßen zu können.

Wie kann es gelingen, noch mehr Anwender auf die VISION zu locken?

Niethammer: Die VISION ist die führende Messe, wenn es um Bildverarbeitungskomponenten geht.

Viele Besucher der VISION sind Systemintegratoren, Lösungsanbieter und OEMs, die sich über die Neuheiten und Innovationen in diesem Bereich informieren wollen. Mit einer steigenden Zahl an Lösungsanbietern, die für Anwender aus unterschiedlichsten Branchen interessant sein können und komplette Applikationslösungen anbieten, steigern wir die Attraktivität der Messe für Fachbesucher zusätzlich. Mit Initiativen wie der VISION Integration Area bieten wir diesen Lösungsanbietern daher unter anderem eine eigene Plattform.

Wann wird die VISION wieder im Jahresrhythmus stattfinden?

Rückblickend war der Schritt, gemeinsam mit der Branche in den zweijährigen Turnus zu gehen, der richtige. Auch wenn uns diese Entscheidung nach 2012 sicher nicht leicht gefallen ist, da wir uns mit einer Vielzahl an unterschiedlichsten Interessenslagen bei allen „Shareholdern“ der VISION, konfrontiert sahen. Das Feedback der Branche und die Rekordergebnisse von 2018 bestätigen den 2-Jahresrhythmus aus meiner Sicht. Die Vorfreude und Spannung auf das Event war bei alle Beteiligten enorm.

Wo sehen Sie die Vision in 5 Jahren, sowohl strukturell als auch inhaltlich?

Generell erleben wir gerade eine enorme Dynamik im Bildverarbeitungsmarkt mit Unternehmenszusammenschlüssen auf der einen und Start-ups sowie Bildverarbeitungsneulingen aus anderen Branchen auf der anderen Seite. Die Bildverarbeitung tritt zusehends aus Ihrer Nische heraus und bekommt mehr Sichtbarkeit als zentraler Datenlieferant im Kontext von Industrie 4.0. Neue Unternehmen aus benachbarten Ländern, aber auch aus China drängen auf den Bildverarbeitungsmarkt. Neue Technologien wie Embedded Vision oder Deep Learning werden zu Disruptionen in der Branche führen. Diese Dynamik wird auch die VISION widerspiegeln, davon bin ich überzeugt. Entsprechend werden wir, gemeinsam mit unseren Partnern aus der Branche, die VISION als das Leitevent für die Bildverarbeitungsindustrie weiter entwickeln.

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