Fugenmessung mit weniger Kabel und mehr Funktion

  • Das kabellose und ergonomisch verbesserte Spaltmessgerätes Calipri von Nextsense.Das kabellose und ergonomisch verbesserte Spaltmessgerätes Calipri von Nextsense.

Die Überprüfung von Spaltbreiten, Versatz und Falzkanten im Karosseriebau ist eine Aufgabenstellung, die dem Spaltmessgerätes Calipri der österreichischen Firma Nextsense keine Probleme bereitet. Nun hat der Spezialist für optische Sensorik die Handhabung des Messgerätes noch einmal grundlegend verbessert und ergonomisch optimiert.

Die Bewertung der Spaltbreite und Bündigkeit im Karosseriebau gilt bei Premium-Automobilherstellern schon als selbstverständlich - die Verfügbarkeit der dazu notwendigen präzisen Messinstrumente hingegen nicht. Denn komplexe Karosseriestrukturen stellen höchste Anforderungen an die Messtechnik. Die Einführung des Calipri Messgerätes im Jahr 2010 durch den österreichischen Spezialisten für optische Sensorik, Nextsense, trug diesen Anforderungen Rechnung: Statt der bis dato marktüblichen Extrapolation von Profildaten unter Annahmen erfasst das Messgerät ein Objekt aus mehreren Perspektiven, um die reale Kontur aufzunehmen. Spalten und Kanten werden durch die Schwenkbewegung vollständig erfasst und punktgenau vermessen. Jetzt wurde in einem weiteren Entwicklungsschritt die Handhabung des Messgerätes durch eine kabellose Verbindung und optimierte Ergonomie nochmals verbessert.

Messfreiheit
Auf der 29. Control, Anfang Mai in Stuttgart, kann diese Neuerung praktisch erprobt werden. Zu dem, was die Nutzer erwartet, meint Clemens Gasser, Geschäftsführer von NextSense: "Calipri wird weltweit bei Premium-Automobilherstellern täglich zur Spaltbewertung und zur Evaluierung von Falzkanten verwendet. Qualitätstechniker müssen oft stundenlang unterschiedlichste Karossen prüfen. Unsere Innovation, den Sensorkopf unabhängig von der Ausgabe-Einheit, also einem Desktop- oder Tablet-PC, bewegen zu können, erhöht die Bewegungsfreiheit enorm." Möglich wird diese Weiterentwicklung des Messgerätes durch die Vorverarbeitung der erfassten Profildaten bereits im Sensorkopf. Die so reduzierte Datenmenge kann dann über WLAN an das Ausgabegerät übertragen und dort detailliert analysiert werden. Die neu gewonnene Bewegungsfreiheit wird zusätzlich durch eine komplett überarbeitete Ergonomie des Sensors unterstützt. Dieser liegt nun auch an den am schwersten zugänglichen Stellen optimal in der Hand und ermöglicht genaues und ermüdungsfreies Messen.

Funktion folgt Form
Im Zuge des Entwicklungsprozesses ging die Weiterentwicklung der Hardware mit einem umfassenden Update der Software einher.

Damit entstehen den Nutzern zahlreiche neue Möglichkeiten. Messabläufe lassen sich nun visuell leicht erfassbar darstellen. Es können zum Beispiel Derivate einer Baureihe - wie Stufenheck oder Fließheck - als Teilmesspläne angelegt und per Knopfdruck ausgewählt werden. Zusätzlich schufen die Entwickler ein neues Dateiformat, das eine zentrale Verwaltung von Messplänen und die Übertragung auf andere Calipri-Geräte ermöglicht. Neue oder geänderte Messpläne können nun auch an geografisch weit verteilten Produktionsstätten koordiniert ausgerollt werden.
Die jetzt gelaunchte Version des Profilmessgerätes ist insgesamt eine durchdachte Weiterentwicklung und steigert die Beweglichkeit, die Handhabbarkeit und die Funktionalität des bewährten Gerätes.

 

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