Embedded-Sensoren steigern die Prozesseffizienz beim „Griff in die Kiste“

Robotik und Sensortechnologie sichern einen effizienten Ressourceneinsatz bei verschiedenen Aufgaben der industriellen Produktion und verkürzen vor allem Durchlauf- und Taktzeiten. So ermöglicht der robotergeführte „Griff in die Kiste“ oder auch „Bin Picking“ genannt an kritischen Stellen eine konstante und taktgenaue Versorgung der Linie.

Bin Picking-Anwendungen werden immer optimaler auf die Produktionsumgebung und die spezifischen Anforderungen des jeweiligen Nutzers zugeschnitten. Integratoren wie die Bewa Automatisierung GmbH, ein mittelständisches Familienunternehmen im Bereich Sondermaschinen- und Anlagenbau, arbeiten daran, neue Dimensionen des Bin Picking zu erreichen. Ihre Zellen bieten dem Kunden eine präzise 3D-Lageerkennung in Verbindung mit einer hohen Bildrate. Bewa verlässt sich hier auf Komponenten von Isra Vision aus Darmstadt, deren leistungsstarke optische Sensortechnologie den vollautomatischen „Griff in die Kiste“ und ein wirkungsvolles Zusammenspiel von Robotik und Greifertechnik ermöglichen.

Zahlreiche Installationen am Markt

Bewas Entscheidung für Isra geht auf mehrere Gründe zurück. Das Unternehmen war ehemaliger Systempartner eines namhaften Komponenten-Lieferanten. Jedoch kam es aufgrund mangelnder Flexibilität zu Schwierigkeiten. Auch das technische Verständnis einzelner Ansprechpartner und lange Reaktionszeiten in der Zusammenarbeit ließen bei Bewa Gedanken reifen, neue Wege zu gehen. „Mit Isra haben wir gute Erfahrungen gemacht: Das Team ist proaktiver und hat im Umgang mit uns abteilungsübergreifend Synergien geschaffen: Technik, Vertrieb und Marketing arbeiten Hand in Hand. Für uns ist das Unternehmen auch ein Beschleuniger zum Entwickeln neuer und einschlägiger Geschäftsbeziehungen. Da Isra bereits seit vielen Jahren mit über 200 Installationen in Deutschland und weiteren Systemen weltweit erfolgreich am Markt etabliert ist, haben wir uns für eine Zusammenarbeit entschieden“, sagt Christopher Wagner, Geschäftsführer von Bewa. Isras Erfahrung helfe außerdem bei der effizienten Bearbeitung von Kundenanfragen. Der Service des Darmstädter Unternehmens sei jederzeit verfügbar und kümmere sich effizient sowohl um die Belange des Integrators, als auch um jene der Endkunden.

„Man fühlt sich immer gut eingebunden und betreut. Der vitale Informationsaustausch hilft uns auch bei der Planung unserer langfristigen strategischen Ausrichtung“, sagt Wagner.
Seit einiger Zeit integriert Bewa mit Erfolg verschiedene Komponenten von Isra in seinen Zellen. Das Darmstädter Unternehmen bietet ein ganzes Portfolio aus verschiedenen Produkten der Familie „Griff in die Kiste“, die beispielsweise extrem kurze Taktzeiten ermöglichen, kleinste Bauteile erkennen oder besonders auf anspruchsvolle Umgebungen ausgelegt sind. Für einen erfolgreichen Greifprozess ist auch die Geometrie der Teile von Bedeutung: Besteht die Gefahr, dass sich Teile verkeilen, ist der automatisierte Prozess anfällig. Zusätzlich stellen die, je nach Bauteil, verschiedenen Kistengrößen unterschiedliche Anforderungen hinsichtlich Messvolumen und Genauigkeit an die Sensoren. Bewa-Geschäftsführer Wagner zeigt sich hier sehr zufrieden mit den Lösungen aus Darmstadt: „Von klein und präzise bis groß und robust - Isra kann uns den passenden Sensor für alle Teilespektren liefern.“

Bin Picking-Anwendungen einfacher gemacht

Dank neuester Sensortechnologie ist Bin Picking heute sehr praktikabel, ausdifferenziert für unterschiedlichste Anwendungen und auf technisch hohem Niveau verfügbar. Dabei scannen mehrere Kameras die Objekte und erzeugen eine dichte Punktewolke. Im Abgleich mit der CAD-Vorlage detektieren die Systeme die zu greifenden Bauteile und erstellen selbstständig die optimale Greifabfolge. Die Vielfalt der erkennbaren Objektgeometrien ist dadurch nahezu unbegrenzt. Eine intelligente Greifplanung und die präzise Zuführung von Bauteilen in den Produktionsprozessen sorgen für sichere Abläufe. Embedded-PCs ermöglichen eine sehr schnelle Datenverarbeitung; der Verzicht auf externe PCs erleichtert gleichzeitig Montage und Inbetriebnahme. Die Produkte von Isra sind dabei zu allen gängigen Robotertypen und Standard-Kommunikationsschnittstellen kompatibel.
Jüngst implementierte Bewa den Sensor PowerPICK3D von Isra erfolgreich für ein wichtiges Kundenprojekt. „So erreichen wir eine leichtere und vor allem flexiblere Einbindung des Bildverarbeitungssystems in unser modulares Automationskonzept Pixcell“, sagt Christopher Wagner. Die Zelle könne nunmehr auch eine höhere Verfügbarkeit und einen gestiegenen Flexibilisierungsgrad vorweisen. Die Hauptanwendungen liegen dabei im Bereich der Montage, der automatisierten Vereinzelung, der Verpackung, sowie der Bestückung von Bearbeitungszentren. Die modulare Bauweise der Isra-Systeme erlaubt es Bewa, beispielsweise für die Oberflächeninspektion mehrere Sensoriken einzubinden. Mittlerweile sei man im Hause sogar noch selbstbewusster geworden, wenn Kunden mit dem Wunsch nach Bin Picking-Anwendungen an das Unternehmen herantreten, ergänzt Wagner. „Dank der intensiven Partnerschaft und Unterstützung durch Isra können wir wertvolle und gezielte Informationen für unsere Kunden zusammentragen, die zum Projekterfolg beitragen.“ Bewa falle es zudem leichter, sich auf die wesentlichen Aspekte seiner Automationskonzepte zu konzentrieren, ohne weitere Ressourcen im Bereich Machine Vision aufbauen zu müssen. Auch die Nutzerfreundlichkeit komme Bewa selbst sowie seinen Kunden zugute: „Eine hervorragende und logisch gestaltete User Experience reduziert den Schulungsaufwand für unser Personal und für unsere Kunden drastisch.“

Für die Zukunft gerüstet

Durch den automatischen „Griff in die Kiste“ ist die Branche für die Vision Industrie 4.0 gerüstet. Mit Bewas und Isras Unterstützung können die Kunden des Integrators aus dessen Kernsegmenten Automotive, Montage und allgemein der industriellen Fertigung besser auf die Anforderungen von morgen vorbereitet werden. In der jüngsten Generation verfügen PowerPICK3D, MiniPICK3D und IntelliPICK3D bereits über das OPC/UA-Kommunikationsprotokoll und sind damit auch für die Zukunft der industriellen Produktion gerüstet. Konzipiert als „Ready-to-use“-Systeme bieten die drei Sensortypen zudem eine einfache und zügige Einrichtung. „Schnell und zuverlässig, einfache Bedienung, hohe Verfügbarkeit, flexible Einbindungsmöglichkeiten“, fasst Bewa-Geschäftsführer Wagner zusammen.
Für die Kunden seines Unternehmens stehen besonders eine Senkung der Lohnstückkosten und eine schnellere und präzisere Projektierung im Mittelpunkt. Zudem schaffe der Einsatz von Automatisierungslösungen auch in Zeiten wirtschaftlicher Abkühlung unternehmerische Sicherheiten: „Durch die hohe Bandbreite an ISRA-Produkten für verschiedene Applikationen kommen neue Zielmärkte in den Fokus, was uns wiederum bei der aktuell vorliegenden volatilen Marktlage hilft, unsere Diversifizierung weiter voranzubringen“, sagt Wagner. Beispielhaft nennt er neue Zielmärkte wie z.B. die Branchen Pharma oder Medizintechnik, in denen ebenso daran gearbeitet wird, die Wertschöpfungskette der Kunden effizient zu optimieren. „Durch die Kooperation mit ISRA können wir einen höheren Digitalisierungsgrad erreichen und die Sensorik in unsere Industrie-4.0-Plattformen einbinden.“

Autor(en)

Kontaktieren

Isra Vision AG
Industriestr. 14
64297 Darmstadt
Germany
Telefon: +49 (0) 6151 948-0
Telefax: +49 (0) 6151 948-140

Jetzt registrieren!

Die neusten Informationen direkt per Newsletter.

To prevent automated spam submissions leave this field empty.