3D-Laserscanner für die Vermessung von Fahrzeugkomponenten

Der TÜV Austria Automotive hat sich auf die Prüfung, Inspektion und Genehmigung von Fahrzeugen und Komponenten sowie auf Elektromobilität und automatisiertes Fahren spezialisiert. Seit 2018 setzt das Unternehmen für seine Dienstleistungen einen portablen 3D-Laserscanner in der Werkstatt ein.

Fast jedes Unternehmen verfügt heutzutage über diverse Messsysteme oder nutzt Dienstleistungen für die Vermessung von Komponenten oder ganzen Objekten. So verwendete auch der TÜV Austria Automotive bislang mobile taktile Messgeräte, um die Bremskontur am Fahrzeug zu vermessen. Diese konnte jedoch nur mit Hilfe verschiedener Adapter direkt am Fahrzeug angebracht werden. Durch Abtasten der erforderlichen Kontur mit der Messspitze wurde eine Punktewolke erstellt und die Kontur als 2D-File im AutoCAD-Programm dargestellt. Da es sich bei diesen Messeinrichtungen um Spezialanfertigungen handelt, war das Messsystem nur für diese spezielle Dienstleistung anwendbar. Ersatzteile waren schwer zu beschaffen und mussten meist mit erheblichem Kostenaufwand angefertigt werden.
Die Herausforderung war daher, ein Messsystem zu finden, welches nicht nur wirtschaftlich vertretbar war, sondern zukünftig auch erweiterte moderne Prüfdienstleistungen anzubieten. Der derzeitige Kundenstamm und die angebotenen Dienstleistungen sollten dabei erhalten bleiben und gleichzeitig die Konkurrenzfähigkeit am Markt durch das Angebot weiterer Dienstleistungen ausgebaut werden. Zusätzliche Kriterien, die bei der Anschaffung eine Rolle spielten, waren eine deutliche Verbesserung der Messqualität, der Nachvollziehbarkeit und einer Verringerung der Fehleranfälligkeit. Zudem sollte das neue System leichter zu habenhaben sein, den Arbeitsaufwand reduzieren sowie die Zufriedenheit der Anwender und die Effizienz gesteigert werden. Diese zahlreichen Anforderungen galt es mit einem neuen, modernen und zukunftssicheren Messsystem abzudecken

Warum für den HandyScan 3D entscheiden?

Nach drei Jahren Evaluierung verschiedener Messsysteme und nachdem der TÜV Austria Automotive sich einen Überblick über die am Markt verfügbaren Messtechnologien verschafft hatte, fiel die Wahl schließlich auf den portablen 3D-Scanner von Creaform.

Die Grundanforderungen bezüglich Einsetzbarkeit für Anwendungen in den Bereichen Qualitätskontrolle, wettbewerbsfähige Produktanalyse, Temperaturstabilisierung, 3D-Scan-zu-CAD, Finite-Elemente-Analyse und Reverse Engineering erfüllte der HandyScan 3D. Zur Investitionsentscheidung trugen zusätzlich die Mobilität, Flexibilität und Benutzerfreundlichkeit des Geräts bei. Durch die Lasertechnik des HandyScan 3D ist auch der Einsatz im Freien unter Sonnenlicht sowie das Scannen glänzender Oberflächen ohne zusätzliches Mattieren durch Kreidespray umsetzbar. Auch die Datenaufbereitung in 3D, die Datenqualität sowie der von Creaform angebotene Support (z.B. Ersatzgerät bei Ausfall) vereinfachten die Entscheidung. Die Genauigkeit des 3D-Scanners spielte im Hinblick auf zukünftige Dienstleistungen ebenfalls eine entscheidende Rolle.

Erweiterter Einsatzbereich

Der Scanner HandyScan 3D wird in Verbindung mit der Software VXelements und Geomagic Design X für verschiedene Messaufgaben bei der TÜV Austria Automotive eingesetzt. Neben der Vermessung von Bremskonturen wird der 3D-Scanner auch zur Vermessung von Felgen, Fußräumen, Kofferräumen aber auch von RDKS-Sensoren, Motorräumen, Ersatzbauteilabweichungen und in Zukunft eventuell auch zur Beurteilung der Schadensbilder von Karosserieteilen nach Hagelschäden eingesetzt.
Aktuell ist der TÜV Austria Automotive dabei, eine Datenbank für die Automobilzulieferindustrie aufzubauen. So wird es in Zukunft möglich sein, auf Basis dieser 3D-Modelle die notwendigen Abmessungen abzuleiten und die entsprechenden Bauteilmuster zu fertigen – Stichwort: Passformteile. Da der TÜV Austria Automotive bereits eine der weltweit größten Datenbanken für Seriendaten aller Automobilmarken betreibt, bietet sich dieser zusätzliche Service an. Die Daten werden für registrierte Kunden somit schnell, komfortabel und in bester Qualität zum Download bereitstehen.

Kosteneinsparung

Die Anschaffung hat sich bereits nach kurzer Zeit rentiert. Mussten früher zwei Mitarbeiter das Messsystem bedienen, reicht beim neuen 3D-Scanner ein Anwender. Mit der momentanen Dienstleistung der Bremskonturvermessung ist eine Geldersparnis jedoch nur durch eine Reduktion der Fehlerkosten zu realisieren. Durch die Einführung des optischen Systems konnte das Risiko, welches in der FMEA-Analyse ersichtlich wurde, deutlich herabgesetzt werden. Die Daten sind eindeutig nachverfolgbar und besser überprüfbar, womit ein Großteil der direkten und indirekten Fehlerkosten zukünftig vermieden werden können.
„Nachdem wir in aufwändigen Verfahren mehrere Systeme getestet hatten, haben wir uns in Anlehnung an unsere Entscheidungskriterien für den HandyScan 3D entschieden und sind bis heute in unserer Wahl bestätigt worden“, erklärt Friedrich Fleischer vom TÜV Austria Automotive.

Kontaktieren

Ametek GmbH - Division Creaform Deutschland
Meisenweg 37
70771 Leinfelden-Echterdingen
Telefon: 0711 1856 8030
Telefax: 0711 1856 8099

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