Intelligenter Hochgeschwindigkeits-Codeleser von Asentics

  • Abb. 1: Der Sensor BR 523Abb. 1: Der Sensor BR 523
  • Abb. 1: Der Sensor BR 523
  • Abb. 2+3: Der Leser an verschiedenen Positonen im Dokumentenzuführungssystem.
  • Abb. 2+3: Der Leser an verschiedenen Positonen im Dokumentenzuführungssystem.
  • Abb. 4: Intelligente, personalisierte Dokumentenzuführung in einem Müller Mehrkanalsystem für eine Versicherungsgruppe.

Geschwindigkeit zählt – dieser Grundsatz gilt gerade auch bei der Konfektion und dem Versand von personalisierten Anschreiben. Die Firma Müller Apparatebau in Kranzberg bei München entwickelt deshalb seit 40 Jahren Maschinen und Anlagen für die Verarbeitung von Endlosformularen, die in Höchstgeschwindigkeit Dokumente zuschneiden, zusammenfügen, heften, falzen und kuvertieren. Dabei müssen die Apparate in der Lage sein, 30.000–50.000 Umschläge mit individuellen Inhalten pro Tag zu verarbeiten. Damit trotz des hohen Tempos nur das in den Umschlag kommt, was auch tatsächlich hinein gehört, verwendet das Unternehmen besonders schnelle Codeleser.

Mechanik, Elektronik, Software – fast alles, was die Müller Apparatebau für ihre computergesteuerten Hochgeschwindigkeits- und Präzisionsmaschinen benötigt, fertigt sie selbst. So können problemlos neue und vor allem individuelle Lösungen für Endlos- und Einzelblatt-Applikationen entwickelt werden. Eine dieser Lösungen ist das Dokumentenhandling- System für eine große Versicherungsgruppe. Mit diesem System können komplette Sendungen, also personifizierte Anschreiben mit allen erforderlichen Anlagen, zusammengestellt und kuvertiert werden – und das bei maximalen Geschwindigkeiten.

Von so einer Maschine wird jedoch ein gewisses Maß an Intelligenz gefordert. Schließlich müssen im alltäglichen Betrieb eine ganze Reihe von Fragen beantwortet werden: An wen geht das Anschreiben? Welche Anlagen (Info-Blätter,Policen, Zahlungsträger etc.) werden hinzugefügt? Wie kann man sicher gehen, dass der Kunde auch tatsächlich „seine“ Unterlagen – und diese in der richtigen Reihenfolge – erhält? Müssen die Dokumente zusätzlich geheftet werden? Und schließlich: Wie lässt sich trotz der vielen Anforderungen eine hohe Verarbeitungsgeschwindigkeit zwischen 1.500 und 12.000 Kuverts – je nach Füllmenge – in der Stunde realisieren?

Informationsspeicher DataMatrix-Code

Diese Fragen lassen sich mit einem Code beantworten, der auf die Dokumente gedruckt wird. Mit Hilfe eines Codelesers und der entsprechenden Software informiert der Code das Dokumentenhandling-System darüber, wie eine Sendung zusammengestellt werden muss.

Dieses Automatisierungsprinzip hat ursprünglich mit dem sog.

Klarschriftleseverfahren begonnen. Später folgtendann Strich- und Barcodes.

Denn im Laufe der Entwicklung wurden die Codes mit immer mehr Informationen befrachtet. Inzwischen kommunizieren sie nicht nur Daten für die Systemsteuerung, sondern auch Porto-Angaben, statistische Informationen sowie persönliche Daten. Auf diese Weise können z.B. zusätzliche Werbeunterlagen ganz individuell eingesteuert werden. Kein Wunder, dass selbst größere Barcodes diese Informationsflut bald nicht mehr bewältigen konnten. Die Folge: Man stieg auf ein neues Format – den DataMatrix-Code – um. Diese intelligente Weiterentwicklung der Strichkodierung bietet einen größeren Speicherbereich, weniger Platzbedarf, Lesen auf gekrümmten Oberflächen und in unterschiedlichsten Richtungen, eine automatische Fehlerkorrektur ohne Datenverlust sowie eine sehr hohe Lesegeschwindigkeit.

Gerade die hohe Lesegeschwindigkeit macht den DataMatrix-Code für das Dokumentenhandling interessant. Denn auf diesem Gebiet werden immer höhere Verarbeitungstempi gefordert. Diese lassen sich allerdings nur dann erzielen, wenn auch entsprechend leistungsstarke Codeleser im System installiert werden, die eine so große Papierflut zuverlässig und vor allen Dingen schnell bearbeiten können.

Kompakt, schnell und sicher

Bei dieser speziellen Aufgabe verzichtet man bei Müller Apparatebau auf eine eigene Fertigung der Codeleser und setzt stattdessen den Sensor BR 523 von Asentics ein. Im Gegensatz zu herkömmlichen 2D-Code-Lesern verfügt das Gerät über einen hochauflösenden Bildsensor, der sämtliche Code-Typen schnell und sicher lesen kann. Durch das ultrakompakte IP65-Gehäuse, in dem LED-Beleuchtung, Optik, Dekodierung und diverse Schnittstellen bereits vollständig integriert sind, lässt sich der Codeleser selbst in platzarmen und kompakten Anlagen einbauen. Die Lesung erfolgt völlig unabhängig von der Drehlage und Transportrichtung und ist auch bei hohen Bewegungsgeschwindigkeiten von bis zu 3 m pro Sekunde möglich. Die sog. Teach-Funktion sorgt für eine einfache Bedienbarkeit. Aufgrund einer Ethernet-Anbindung und eines Web-Interfaces ist der Leser netzwerkfähig. Darüber hinaus lässt er sich praktisch ohne Rüstzeit ganz bequem auf einen anderen Code umstellen. Seine Lesegeschwindigkeit beträgt bis zu 20 Codes pro Sekunde.

Mehr als 10 Blatt pro Sekunde

Dieses Tempo ist allerdings abhängig von der Größe des Codes und vom Transportsystem. Dabei gilt: Je kleiner der Code, desto höher die Lesegeschwindigkeit. In dem eingangs erwähnten Dokumentenhandling- System der großen Versicherungsgruppe wird ein komplexer Data- Matrix-Code mit 26 x 26 Modulen verwendet. Die Leistung des entsprechenden Einzelblattanlegers, der die gewünschten Blätter hinzufügt, liegt bei 36.000 Blatt pro Stunde, was bedeutet, dass in dieser Applikation 10 Codes pro Sekunde verarbeitet werden können. Der BR 523 ist aber auch in der Lage, deutlich mehr dieser komplexen Codes zuverarbeiten – vorausgesetzt, die Infrastruktur der Gesamtanlage lässt dies zu. Im Dokumentenhandling-System der Versicherungsgruppe sind sechs Codeleser im Einsatz, die sowohl die Dokumentenzuführung aus verschiedenen Kanälen steuern als auch eine Endkontrolle durchführen. Bei dieser letzten Kontrolle liest der Codeleser durch das Kuvertfenster hindurch und stellt so fest, ob die Sendung in Ordnung ist.

Bewährte Lösung

Offensichtlich hat sich der Asentics Codeleser beim aktuellen Projekt der Versicherungsgruppe bewährt. Denn inzwischen setzt die Firma Müller Apparatebau den Sensor bei seinem Einzelblattanleger in Serie ein. „Wenn man sich einmal für ein gutes Produkt entschieden hat, dann bleibt man auch dabei“, kommentiert der geschäftsführende Gesellschafter Manfred Müller seinen Entschluss.

Der Autor: Axel Scharbert, Marketingleiter Asentics GmbH & Co. KG Tel. 0271/30391-0 a.scharbert@asentics.de www.asentics.de

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