Flexible Verpackungsanlage bei Süßwarenherstellung

Schubert: Vollautomatischer TLM-Roboter vereint einfache Mechanik mit intelligenter Software

Fällt das Stichwort „Burger", ­erscheint vor dem inneren Auge wahrscheinlich das Bild einer kreativen Kombination aus Brötchen, Fleisch und sonstigen Zutaten. Kaum jemand wird an eine Süßigkeit denken und so gut wie niemand an eine moderne Maschine, die im Minuten­takt hunderte ­Mini-Burger vollautomatisch verpackt.

Alles ist fast wie beim Original, nur süß statt herzhaft und sehr viel kleiner. Der Trolli Mini-Burger besteht aus mehreren Schichten Fruchtgummi und Schaumzucker. Die drei Produkte „Brötchen", „Käse, Salat" und „Fleisch, Brötchen" liegen lose in festgelegter Reihenfolge und Orientierung aufgestapelt im Klapptray. Seit Mai 2013 verfügt Trolli in Fürth über eine Anlage, die pro Minute bis zu 540 Mini-Burger vollautomatisch zusammensetzt und verpackt.
Die neue Verpackungsanlage kommt von der Gerhard Schubert GmbH und gehört zum modernen Maschinenpark in Hagenow. Der Süßwarenhersteller baut dieses Werk zum Hauptproduktionsstandort aus. Mit den Investitionen in Hagenow macht man sich fit für die Zukunft. Dazu gehört für Firmenchef Herbert Mederer an vorderer Stelle ein hohes Maß an Flexibilität in der Produktion und Verpackung. Die TLM-Technologie von Schubert erfüllt für ihn diese Anforderung, weil sie einfache Mechanik mit intelligenter Software verbindet. Als Optionen sind die Verarbeitung einer größeren Produktvariante des Trolli Mini-Burgers sowie die Trolli Pizza vorbereitet.

Bewährter Klassiker

Aktuell liegt der geforderte Arbeitstakt bei 540 Verpackungen pro Minute. Dafür müssen 1.620 Einzelteile in den Klapptrays zu Mini-Burgern zusammengesetzt werden. Schubert erreicht diese Leistung mit dem bewährten Konzept der TLM-F44-Packstraße. In diesem Fall besteht sie aus 17 Teilmaschinen und verfügt über 18 angeordnete TLM-F4-Roboter. Damit zählt sie zu den größeren TLM-Anlagen.
Die Packstraße integriert zwei Transmodulstrecken. Der eine Schienenstrang misst 30 m.

Es ist die längste Transmodulstrecke, die der Maschinenbauer bisher realisiert hat. Darauf transportieren 30 Transmodule die Klapptrays in den Pickerbereich und weiter zum Verschließen. Der zweite Schienenstrang befördert die geschlossenen Trays bis zum Siegelprozess. Das patentierte TLM-Transmodul ist ein einachsiger, schienenbasierter Roboter mit kontaktloser Energie- und Datenübertragung. An jedem Ende des Schienenstrangs befindet sich eine Wendeeinheit, sodass entladene Module auf einer Unterspur an das andere Ende zurückfahren können.

Hohe Flexibilität auf kleinem Raum

Die einzelnen Trans­module bewegen sich autonom. Welche Möglichkeiten das mit sich bringt, macht die Fahrt eines Transmoduls deutlich. Für das Ablegen der Klapptrays bewegt es sich getaktet. Dann schließt es sich einem Verbund von Transmodulen an, der sich beim Pick-and-Place-Vorgang wie ein kontinuierlicher Kettenförderer verhält. Sind die Trays gefüllt, fährt das Transmodul ab und geht für die Entnahme der Trays wieder in eine getaktete Bewegung über. Im Ergebnis bedeutet das hohe Flexibilität auf kleinem Raum.
Die ersten beiden Teilmaschinen enthalten je ein mehrbahniges Magazin mit Klapptrays. Der zugehörige TLM-F3 entnimmt Trays und übergibt sie an einen TLM-F2, der sie in das Werkzeug eines Transmoduls ablegt. Das Werkzeug fasst zwei Reihen á 12 Cups. Die Transmodule bewegen sich im Verbund zu den Pickerstationen. Dort führen die ersten drei Produktbänder das Unterteil des Mini-Burgers zu. Es folgen je drei Produktbänder für das Mittel- und Oberteil. Die Zuführungen sind quer zur Anlage angeordnet.

Bei Bedarf bitte wenden

Scanner erfassen die Position, Drehlage und Unter- oder Oberfläche der Fruchtgummis. TLM-F4 Roboter nehmen die Produkte auf. Weist die richtige Seite nach oben, legt der Roboter das Produkt direkt in eine Schale der Klapptrays ein. Muss ein Burger-Element gewendet werden, kommt das Produkt in ein Wendeaggregat unmittelbar neben dem Produktband. Das Aggregat klappt um und das Burger-Teil kann vom Picker entnommen werden.
Am Ende der Picker-Straße ist der Fruchtgummi-Burger komplett, wobei sich Unterteil und Mittelteil in der einen Schale des Trays befinden, der Deckel in der zweiten. Das Transmodul fährt zur Verschlussstation vor. Dort entnimmt ein TLM-F2 eine Reihe der Cups und legt sie auf dem offenen Verschließtisch ab. Das Aggregat klappt zu. Ein weiterer TLM-F2 entnimmt die Verpackungen und stellt sie seitlich stehend in eine Formatplatte eines Transmoduls auf dem zweiten Schienenstrang. Die Fächer des Werkzeugs halten das Klapptray geschlossen.
Während der Weiterfahrt erhält jedes einzelne Cup ein Etikett und wird u.a. mit der Chargen-Nummer gekennzeichnet. Ein Kamerasystem überprüft die Kennzeichnung.

Hochwertiger Verschluss

Für die Versiegelung setzt der Süßwarenhersteller auf ein modernes Ultraschall-Aggregat. Neben den bekannten Vorteilen für die Lebenszyklus-Kosten (Life-Cycle-Costs) unterstützt diese Technologie die Verpackungs-Convenience des Verbrauchers. Das Klapptray muss verlässlich dicht sein. Es soll aber gleichzeitig für Enkel, ihre Großeltern und Fruchtgummi-Fans aller weiteren Lebensalter trotz des kurzen Hebels der kleinen Verpackung leicht zu öffnen sein. Mit dem Ultraschall-Siegelprozess, der sehr fein steuerbar ist, lassen sich beide Anforderungen sehr genau austarieren. Laschen am Tray unterstützen das Öffnen zusätzlich.
Ein TLM-F2-Roboter entnimmt die Klapp­trays aus dem Werkzeug und gibt sie in das Siegelaggregat. Nach dem Siegelvorgang greift ein Zweiachsroboter die fertigen Klapptrays und legt sie auf das Auslaufband ab. Die fertigen Produkte durchlaufen anschließend noch eine Kontrollwaage und einen Metalldetektor.

Kontaktieren

Schubert System Elektronik
Take-off Gewerbepark 36
78579 Neuhausen ob Eck
Germany
Telefon: +49 7467 9497 0
Telefax: +49 7467 9497 350

Jetzt registrieren!

Die neusten Informationen direkt per Newsletter.

To prevent automated spam submissions leave this field empty.