29.06.2020
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Multispektralkameras basierend auf Mikrooptik

Das Fraunhofer-Institut für Angewandte Optik und Feinmechanik hat eine multispektrale Kamera vorgestellt, die auf einem Multi-Apertur-Systemansatz mit spezifisch angepassten Mikrolinsen-Array in Kombination mit einem schrägen linear variablen Spektralfilter basiert, um diese Einschränkungen zu überwinden. Das Setup ermöglicht die Einzelbildaufnahme von 66 Spektralkanälen mit einer linearen spektralen Abtastung von ca. 6 nm über einen erweiterten Wellenlängenbereich im VIS-NIR-Bereich von 450 bis 850 nm. Das kompakte System mit einer Größe von nur 60 x 60 x 28 mm³ und einem Gewicht von nur 200 g bietet ein großes Sichtfeld von 68° und eine räumliche Abtastung von 400 x 400 Pixel pro Kanal. Weitere mögliche Anwendungsbereiche sind u.a. Umwelt- und Agrarüberwachung, industrielle Produktionskontrolle und Sortierung sowie biomedizinische Bildgebung.

Außerdem wurde am Fraunhofer IOF ein neuartiger Arrayfilter entwickelt, welcher in Kombination mit einem angepassten Mikrolinsen-Array die Realisierung einer weiteren ultrakompakten Multispektralkamera ermöglicht. Durch eine Array-Anordnung von zwölf individuellen Spektralkanälen wird eine parallelisierte Detektion in Echtzeit ermöglicht. Es handelt sich dabei sich um einen speziellen Fabry-Pérot-Filter, welcher durch eine Kombination von Grautonlithographie und eines Trockenätzprozesses lateral strukturiert wird. Mittels einer durchgehend auf Wafer-Level-Maßstab basierenden Prozesskette lässt sich eine Vielzahl von Filterarrays parallel herstellen.

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