17.09.2018
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Informatikerin der TU Kaiserslautern in Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz“ berufen

  • Professorin Katharina Zweig ist Mitglied der neuen Enquete-Kommission des Bundestages. Foto: Zweig/Fotograf Felix SchmittProfessorin Katharina Zweig ist Mitglied der neuen Enquete-Kommission des Bundestages. Foto: Zweig/Fotograf Felix Schmitt

Der Bundestag hat Professorin Dr. Katharina Anna Zweig in die Enquete-Kommission „Künstliche Intelligenz – Gesellschaftliche Verantwortung und wirtschaftliche, soziale und ökologische Potenziale“ berufen. Die Informatikerin setzt sich an der Technischen Universität Kaiserslautern mit ihrem Team im Algorithm Accountability Lab kritisch mit dem Umgang von Algorithmen auseinander. Die Kommission kommt am 27. September zu ihrer konstituierenden Sitzung zusammen. Sie hat die Aufgabe, Handlungsempfehlungen zu erarbeiten, um Chancen der Künstlichen Intelligenz (KI) für die Gesellschaft nutzbar zu machen und Risiken zu begrenzen.

Die Kaiserslauterer Informatik-Professorin untersucht algorithmische Entscheidungssysteme, die wichtige Lebenssituationen von Menschen bewerten. Dabei erforscht sie auch Methoden, mit denen sie sich künftig besser kontrollieren lassen. Über die Berufung freut sich die Forscherin: „Die Sachverständigen decken eine hohe Bandbreite an Expertise ab, viele von den Bundestagsabgeordneten haben auch Erfahrung in der IT; das ist eine gute Grundlage. Es ist wichtig, dass wir den Gestaltungspielraum für KI heute abstecken, um damit auf der einen Seite wirtschaftlich innovativ zu bleiben und attraktive Arbeitsplätze zu schaffen, und auf der anderen Seite soziale und menschliche Entscheidungen zu treffen.“

Im vergangenen Jahr hat Zweig zum Beispiel mit der Initiative AlgorithmWatch und einem Konsortium von Landesmedienanstalten vor der Bundestagswahl überprüft, wem die Suchmaschine Google welche Nachrichten beziehungsweise Ergebnisse anzeigt. Ihre Untersuchung hat gezeigt, dass Google deutlich weniger personalisiert als angenommen: Bei der Suche nach Politkern gab es im Durchschnitt nur ein bis zwei unterschiedliche Links, auch bei den Parteien stimmte der Großteil überein.

Der Kommission gehören 19 Mitglieder des Bundestages sowie 19 Sachverständige an.

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