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Optisch geht nicht, gibt’s nicht!

Optische Messtechnik ist industrietauglich mit dem Schneidkantemesssystem EdgeMaster

13.09.2009
Das 3D Messsystem von Alicona misst Schlüsselparameter wie Radien und Winkel in höchster vertikaler und lateraler Auflösung. Die große Scanhöhe des Systems ermöglicht eine Reihe weiterer Anwendungen und Messungen.
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Das 3D Messsystem von Alicona misst Schlüsselparameter wie Radien und Winkel in höchster vertikaler ... Der EdgeMaster ist direkt neben der fertigenden Verrundungsmaschine platziert. Die automatisierten ... Zusätzlich zur Form und Verrundung (im Bild) werden die Schartigkeit, Korbbogenform sowie Positiv – ... Im Labor wird die optische Technologie zur umfassenden Form- und Rauheitsmessung eingesetzt. Für ... 

Mit dem berührungslosen Schneidkantemesssystem EdgeMaster beweist Alicona, dass optische Messtechnik industrietauglich sein kann. Der Hartmetallexperte Ceratizit misst ab sofort auch in der Produktion optisch. Gemeinsam zeigen die beiden Vorreiter in Sachen optische Qualitätssicherung, wie es geht.


„Wenn die Qualität nicht stimmt, gibt es richtig Ärger!" Peter Fink, Leiter der Produktionslinie Pressen beim Hartmetallexperten Ceratizit, bringt es auf den Punkt. „Wir bewegen uns in einer sehr heiklen Industrie, in der unsere Kunden massiv hohe Anforderungen haben. Der Nachweis von dokumentierter und rückführbarer Qualitätssicherung gehört heute ebenso zu den Standardanforderungen wie die Fertigung von Werkzeugen mit perfekter Schneide und hohen Standzeiten", erklärt Fink. „Und wer schon mal ein Audit in der Automobil- oder Luft- und Raumfahrtindustrie mitgemacht hat, der weiß, wovon ich rede!", unterstreicht er die Bedeutung der nachweisbaren Qualitätssicherung. Denn wenn die Standzeit versagt, Kanten ausbrechen und Bauteile zerstört werden, hat man als Hersteller das teuere Nachsehen.
Um diesem Szenario vorzubeugen, setzt Ceratizit unter anderem auf optische 3D Messlösungen von Alicona. Das Schneidkantenmesssystem EdgeMaster wird in der Produktion beim Verrundungsprozess eingesetzt. Damit gewährleistet Ceratizit, dass Radien, Korbbogenform und Schartigkeit der Schneidkante maßgenau gefertigt werden. Der renommierte Wendeschneidplattenhersteller aus dem österreichischen Reutte ist einer der Pioniere im Einsatz der optischen Messtechnologie. Peter Fink: „Wir haben die optische Messtechnik seit rund neun Jahren im Einsatz. Was sich in dieser Zeit auf dem Markt getan hat, ist ein unglaublicher Fortschritt. Heute ist klar zu sagen, dass der Trend der Branche eindeutig Richtung berührungslose Messung geht." Vorbei sind also die Zeiten, als die optische Messtechnik als junge Technologie mit Vorbehalten zu kämpfen hatte. Berührungslose Messungen sind nicht ohne Grund auf der Überholspur. Peter Fink: „Bei den Toleranzen, die heute eingehalten werden müssen, hat man mit dem Messtaster teilweise einfach keine Chance mehr. Außerdem wird die Diamantspitze beschädigt, was zu Messfehlern führt. Dazu kommt, dass Rauheiten nicht ausreichend erkannt werden."


Aus Industriepartnerschaft entsteht optisches Schneidkantemesssystem
Ein Anbieter berührungsloser Messsysteme etabliert sich in zunehmend als Spezialist in der Form- und Rauheitsmessung von selbst kleinsten Geometrien. Mit einer Wachstumsrate von jährlich bis zu 50% mischt Alicona kräftig in der Branche mit. Innovation, Know-How und der Mut zu Gegenwind sind Eigenschaften und Grundsätze, die Ceratizit und Alicona miteinander verbindet. Der Wendeschneidplattenhersteller setzte optische Messtechnik bereits ein, als das Prinzip der berührungslosen Messung noch weitgehend als exotisch galt. Und Alicona scheute sich trotz der Vorbehalte der Industrie nicht, in der Entwicklung voll auf die optische fertigungsintegrierte Messtechnik zu setzen. Als Ceratizit vor rund fünf Jahren das erste Messgerät von Alicona erwarb, war das der Grundstein einer intensiven Partnerschaft. „Mit dem optischen 3D Messgerät InfiniteFocus entwickeln wir unsere Prototypen und behandeln Reklamationen", schildert Fink. „Es vergeht kein Tag, an dem das System nicht im Einsatz ist." Jetzt arbeitet Ceratizit mit einem weiteren, neuen Schneidkantenmesssystem zur fertigungsintegrierten Qualitätssicherung. Der EdgeMaster ist das erste realisierte Produkt, das aus dieser Industriepartnerschaft entstanden ist. In einer intensiven Entwicklungszeit hat man die heutige Version des EdgeMaster konzipiert.


Höchste Auflösung garantiert Messung von kleinsten Radien und Schartigkeiten
Volle Automatisierung, Bediener- und Umgebungsunabhängigkeit sowie eine hohe laterale und vertikale Auflösung in entsprechender Messgeschwindigkeit sind die Grundanforderungen an ein fertigungsintegriertes, optisches Messsystem. Mit weniger als 30 Sekunden Messzeit kommt der EdgeMaster diesen Anforderungen nach. Dazu kommt die große Scanhöhe, die das System variabel einsetzbar macht. „Kein anderes, uns bekanntes System kann momentan Radien in einer vergleichbar hohen vertikalen Auflösung messen", präzisiert Dr. Stefan Scherer weiter. Der Alicona Geschäftsführer weiter: „Neu an dieser Version des EdgeMaster ist unter anderem, dass zusätzlich zur Form und der Verrundung auch die Schartigkeit der Kante gemessen wird." Damit stellt der Hersteller die gesamte Schneidengeometrie sicher und garantiert eine entsprechende Kantenstabilität mit hoher Standzeit und Werkstückgüte.
Neben der Messung von weiteren kritischen Geometrien wie der Positiv- und Negativfase oder des Keil-, Frei- und Spanwinkels der Schneidkante galt es außerdem, ein extrem bedienerfreundliches System zu realisieren, das keinen Benutzereinflüssen unterliegt. Denn bei Ceratizit gibt es eine klare Maxime, wie Peter Fink erklärt: „Wer die Verrundung macht, der misst auch. Wenn Messungen nicht voll automatisch ablaufen, habe ich bei 25 verschiedenen Bedienern 25 verschiedene Messergebnisse!" Messen ist also nicht die Verantwortung eines einzelnen, sondern trifft eine ganze Mannschaft. Je mehr Einstellungen manuell getroffen werden können, desto größer werden Benutzereinfluss und Fehlerquote. Der EdgeMaster soll genau das ausschließen. Der Anwender legt lediglich die Wendeschneidplatte in den dafür vorgesehenen Probenhalter - manuelle Justierung ist nicht notwendig - startet die Messung und erhält in weniger als 30 Sekunden das entsprechende Messprotokoll bzw. I.O./N.i.O. Signal. Der Messbereich wird ebenfalls automatisch je nach vordefiniertem Messfeld gewählt. Dabei steht das System direkt neben der fertigenden Maschine, braucht keine Umhausung und bleibt unbeeinflusst von Fremdlicht, Vibrationen oder Temperaturschwankungen. Fink: „Zeigt das Messprotokoll, dass die Toleranzen eingehalten werden, erfolgt die Produktionsfreigabe. Liegen die Messungen nicht im Soll-Bereich, wird die Anlage zur Kantenverrundung so lange nachjustiert, bis die Messungen das OK zur Produktion anzeigen."

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Schlüsselwörter : Alicona Fokus-Variation Messsystem optische Messtechnik Schneidkanten

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